Taschenrechner und Notizen zur Budgetplanung

Wann der Wechsel in die Festanstellung finanziell tragfähig ist

Drei Rechengrößen, die Selbstständige prüfen sollten, bevor sie Bewerbungen absenden.

Viele Selbstständige starten Bewerbungen aus Unsicherheit — und merken erst in der Probezeit, dass das Einstiegsgehalt die bisherigen Spitzenmonate nicht ersetzt. Bevor Sie Zusagen annehmen, lohnt sich ein nüchternes Lagebild.

1. Durchschnitt statt Bestmonat

Nehmen Sie das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate, nicht den umsatzstärksten Monat. Ziehen Sie davon ab, was in der Festanstellung entfällt (z. B. betriebliche Softwarekosten), und was neu dazukommt (Pendeln, Kantine, ggf. geringere Absetzbarkeit).

2. Puffer für die Übergangsphase

Zwischen letztem Kundeneingang und erstem Gehalt liegen oft mehrere Wochen. Planen Sie mindestens drei Monatsfixkosten als Puffer — mehr, wenn Sie noch Restarbeiten ohne Vergütung abschließen müssen.

3. Einstiegsgehalt realistisch einordnen

Vergleichen Sie Angebote nicht mit Ihrem besten Freelancer-Stundensatz × 160 Stunden. Relevante Vergleichsgrößen sind Jahresnettos nach Abgaben und die Stabilität über zwölf Monate. In der Beratung rechnen wir diese Szenarien gemeinsam durch.

Wenn die Zahlen gegen einen sofortigen Wechsel sprechen, ist das kein Scheitern — sondern eine Information für den Zeitplan.